GOÄ A386: Verträglichkeitstests korrekt abrechnen

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GOÄ A386
Nr. 386 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für:1. Messung von Leitwertveränderungen durch Umwelttoxine an weiteren 20 Meßpunkten auf der Haut – je Test (21 – 40 Test je Behandlungsfall)2. Testung der Verträglichkeit und Unverträglichkeit zahnärztlicher Werkstoffe, die sich im Mund befinden – je Test (1–20 Test je Behandlungsfall)3. Testung der Verträglichkeit und Unverträglichkeit von Fremd-materialien, die sich im oder am Körper befinden mit bis zu 20 weiteren Testkörpern – je Test (21–40 Test je Behandlungsfall)
Punktzahl 30  
Einfachsatz 1,75 € 1,0x
Regelhöchstsatz 4,02 € 2,3x
Höchstsatz 6,12 € 3,5x

Die Abrechnung von Verträglichkeitstests nach GOÄ A386 wirft oft Fragen auf. Erfahren Sie, wie Sie die Analogziffer rechtssicher und fehlerfrei anwenden.

Offizielle Beschreibung der GOÄ-Ziffer A386

Die GOÄ-Ziffer A386 ist eine Analogziffer, die auf Basis von § 6 Abs. 2 der Gebührenordnung für Ärzte angewendet wird. Da moderne bioenergetische und umweltmedizinische Testverfahren in der ursprünglichen GOÄ nicht explizit abgebildet sind, schließt diese Ziffer eine wichtige Abrechnungslücke.

Nr. 386 GOÄ – entsprechend GOÄ § 6 (2) analog für:
1. Messung von Leitwertveränderungen durch Umwelttoxine an weiteren 20 Meßpunkten auf der Haut – je Test (21 – 40 Test je Behandlungsfall)
2. Testung der Verträglichkeit und Unverträglichkeit zahnärztlicher Werkstoffe, die sich im Mund befinden – je Test (1–20 Test je Behandlungsfall)
3. Testung der Verträglichkeit und Unverträglichkeit von Fremdmaterialien, die sich im oder am Körper befinden mit bis zu 20 weiteren Testkörpern – je Test (21–40 Test je Behandlungsfall)

Die Leistung umfasst die gezielte bioelektrische oder bioenergetische Testung von Reaktionen des Organismus auf spezifische Substanzen. Hierbei werden physiologische Parameter wie der Hautleitwert an definierten Akupunktur- oder Messpunkten erfasst, um Belastungen oder Unverträglichkeiten zu identifizieren. Die präzise Erfassung dieser Leitwertveränderungen ermöglicht eine differenzierte Diagnostik.

GOÄ A386 in der Praxis: Indikationen und klinische Relevanz

In der modernen umweltmedizinischen und ganzheitlichen Praxis spielt die Identifikation von Störfeldern eine zentrale Rolle. Die GOÄ A386 kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn chronische Beschwerden auf Zahnwerkstoffe oder im Körper befindliche Fremdmaterialien wie Endoprothesen zurückgeführt werden. Auch die Belastung durch Umweltgifte lässt sich über diese sensitive Methodik eingrenzen.

Typische Indikationen für diese Diagnostik sind unklare systemische Beschwerden, chronische Müdigkeit oder vermutete Unverträglichkeiten gegenüber Amalgam, Goldlegierungen oder Kunststoffen im Dentalbereich. Durch die Messung der Leitwertveränderungen an den repräsentativen Hautpunkten erhält der Behandler wertvolle Hinweise auf energetische Blockaden oder toxische Belastungen.

Tipp: Klären Sie den Patienten vor der Durchführung darüber auf, dass es sich um ein analoges, komplementärmedizinisches Verfahren handelt, dessen Kosten von privaten Krankenversicherungen nicht immer anstandslos übernommen werden.

Typische Praxisbeispiele für die GOÄ A386

Fallbeispiel 1: Verdacht auf Unverträglichkeit von Zahnersatz

Ein Patient klagt über chronische brennende Missempfindungen im Mundraum nach dem Einsetzen neuer Kronen. Zur Abklärung einer Unverträglichkeit der verwendeten zahnärztlichen Werkstoffe führt der Arzt eine bioenergetische Testung an 15 verschiedenen dentalen Werkstoffproben durch. Die Messung erfolgt direkt an den Akupunkturpunkten der Hand.

Die Abrechnung erfolgt über die Ziffer A386 analog für die Testung zahnärztlicher Werkstoffe. Da 15 Einzeltests durchgeführt wurden, wird die Ziffer A386 insgesamt 15-mal im Behandlungsfall angesetzt.

Fallbeispiel 2: Testung von Umwelttoxinen bei chronischer Fatigue

Eine Patientin stellt sich mit einem chronischen Erschöpfungssyndrom vor, wobei der Verdacht auf eine Belastung durch Holzschutzmittel in der Wohnung besteht. Nach einer initialen Basisdiagnostik werden an 20 weiteren Messpunkten auf der Haut die Leitwertveränderungen bezüglich verschiedener Umwelttoxine gemessen.

Da es sich um die Messpunkte 21 bis 40 handelt, ist der Ansatz der Ziffer A386 analog vollkommen korrekt. Die Leistung wird für die 20 zusätzlichen Messungen 20-mal mit dem Regelhöchstsatz liquidiert.

Fallbeispiel 3: Überprüfung von Endoprothesen-Materialien

Vor einer geplanten Hüft-Totalendoprothese wünscht der Patient eine präoperative Verträglichkeitsprüfung der infrage kommenden Metalllegierungen und Knochenzemente. Der Arzt testet 10 verschiedene Materialproben mittels Elektroakupunktur nach Voll (EAV).

Diese präventive Diagnostik von Fremdmaterialien wird über die GOÄ A386 analog abgerechnet. Die 10 durchgeführten Materialtests werden entsprechend 10-fach auf der Liquidation ausgewiesen.

Häufige Fehler bei der GOÄ A386: Was Prüfer beanstanden

Ein häufiger Fehler in der Abrechnungspraxis ist das Überschreiten der in der Leistungsbeschreibung definierten Höchstmengen je Behandlungsfall. Für zahnärztliche Werkstoffe gilt eine Obergrenze von maximal 20 Tests. Werden beispielsweise 25 Tests durchgeführt, dürfen dennoch nur 20 Leistungen nach A386 abgerechnet werden.

Zudem fordern private Krankenversicherungen und Beihilfestellen häufig eine detaillierte Begründung für die analoge Anwendung. Wird die Ziffer ohne den Zusatz "analog" oder ohne die genaue Bezeichnung des getesteten Materials aufgeführt, führt dies fast immer zu einer Beanstandung der Liquidation.

Achtung: Die GOÄ A386 darf nicht zeitgleich mit regulären allergologischen Testungen für dieselbe Fragestellung abgerechnet werden, wenn dadurch eine unzulässige Doppeldiagnostik entsteht.

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Dokumentation der GOÄ A386: Praxisbewährte Hinweise

Eine lückenlose und präzise Dokumentation ist das Fundament jeder erfolgreichen Privatliquidation. In der Patientenakte muss zweifelsfrei dokumentiert sein, welche spezifischen Substanzen oder Werkstoffe getestet wurden. Auch die genauen Messwerte sollten für jeden einzelnen Testpunkt festgehalten werden.

Zusätzlich muss die medizinische Notwendigkeit der Untersuchung aus der Dokumentation hervorgehen. Dies gelingt am besten durch die präzise Erfassung der anamnestischen Beschwerden und der klinischen Fragestellung.

Dokumentationsbeispiel:
Verdacht auf Unverträglichkeit von Dentallegierungen bei chronischer Stomatitis. Durchführung einer bioenergetischen Testung nach GOÄ A386 analog an 12 Messpunkten der Haut (Hand- und Fußpunkte). Getestete Materialien: Gold-Platin-Legierung, Palladium, Methylmethacrylat. Messwerte dokumentiert (Abfall des Leitwerts von 50 auf 35 bei Palladium).

GOÄ A386: Steigerung und sinnvolle Ziffernkombinationen

Steigerungsfähigkeit

Der Schwellenwert für die GOÄ A386 liegt beim 2,3-fachen Satz, was einem Betrag von 4,02 Euro entspricht. Eine Überschreitung dieses Regelsatzes bis zum 3,5-fachen Satz (6,12 Euro) ist bei besonderem Aufwand möglich. Typische Begründungen für eine Steigerung sind eine erschwerte Messung bei stark schwitzender Haut, erhebliche Compliance-Probleme des Patienten oder eine besonders zeitintensive Differenzialdiagnostik bei multiplen Vorbelastungen.

Typische Ziffernkombinationen

Die GOÄ A386 wird selten isoliert erbracht. Sinnvolle und zulässige Kombinationen im Rahmen einer umweltmedizinischen Konsultation umfassen die symptombezogene Untersuchung nach GOÄ 5 sowie die eingehende Beratung nach GOÄ 3. Auch die Erhebung einer umweltmedizinischen Anamnese nach GOÄ 30 kann im selben Behandlungsfall berechtigt sein, sofern die zeitlichen und inhaltlichen Vorgaben erfüllt sind.

Ziffer A386 in der neuen GOÄ

A386 (Leitwertmessung auf der Haut, 21.–40. Test je Behandlungsfall, auch Materialverträglichkeits-Tests, analog Nr. 386 GOÄ) führt wie A385 und A387 zur neuen Nummer 13917 „Messung der Leitwertveränderung auf der Haut" — Festpreis 46,20 € je Sitzung, unabhängig von der Anzahl der Mess- oder Testpunkte. Die gesamte Sitzung — egal ob 20, 40 oder 80 Punkte gemessen wurden — wird einmal als Pauschale abgerechnet. Bisher lag der 2,3-fache Satz bei 4,02 € je Test.

Stand: Entwurf vom 15. Juli 2026 (BÄK/PKV-Verband). Der Entwurf ist ein Verhandlungsstand — Ziffern und Bewertungen können sich bis zum Inkrafttreten ändern. Unsere vollständige Auswertung: GOÄ neu im Zahlen-Check.

Häufige Fragen zur GOÄ-Ziffer A386

Die GOÄ-Ziffer A386 regelt die analoge Abrechnung von Verträglichkeitstests für zahnärztliche Werkstoffe und Fremdmaterialien sowie Umwelttoxin-Messungen. Sie wird je Test berechnet und umfasst spezifische Testkontingente je Behandlungsfall. Damit können Ärzte immunologische oder energetische Verträglichkeitsprüfungen privatärztlich liquidieren.
Der einfache Gebührensatz der GOÄ-Ziffer A386 beträgt 1,75 Euro bei einer Bewertung von 30 Punkten. Bei Anwendung des Regelsatzes von 2,3-fach ergibt sich ein Betrag von 4,02 Euro. Der Höchstsatz mit dem Faktor 3,5 liegt bei 6,12 Euro.
Die Anzahl der abrechenbaren Tests hängt von der genauen Indikation ab. Für zahnärztliche Werkstoffe im Mund können 1 bis 20 Tests je Behandlungsfall abgerechnet werden. Bei Umwelttoxinen oder weiteren Fremdkörpern sind es jeweils die Tests 21 bis 40.
Für eine rechtssichere Abrechnung müssen das getestete Material, die genaue lokalisation der Messpunkte und das Testergebnis lückenlos dokumentiert werden. Auch die medizinische Notwendigkeit der analogen Anwendung sollte aus der Patientenakte hervorgehen. Dies beugt Beanstandungen durch private Krankenversicherungen effektiv vor.
Die Abrechnung der GOÄ A386 neben klassischen Allergietests wie dem Epikutantest ist grundsätzlich möglich, sofern es sich um unterschiedliche Verfahren handelt. Es muss jedoch auf eine strikte Abgrenzung geachtet werden, um eine unzulässige Doppelabrechnung zu vermeiden. Die medizinische Begründung für die Kombination sollte stets dokumentiert werden.
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Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels wurden mit größtmöglicher Sorgfalt und nach bestem Wissen erstellt. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine rechtsverbindliche Auskunft, Rechtsberatung oder Abrechnungsberatung dar. Die Doctario GmbH übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. Die Nutzung der Inhalte erfolgt auf eigene Verantwortung.

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